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Historischer Überblick 
bild bauernkrieg
Gedenkstein Bauernkrieg 1653

Herzogenbuchsee
Funde am Burgäschisee aus der Pfahlbauzeit weisen darauf hin, dass die Gegend bereits sehr früh bewohnt war. Aufgefundene Mosaike lassen darauf schliessen, dass Herzogenbuchsee eine römische Siedlung war. Der in einer Urkunde aus dem Jahr 886 erwähnte Name Puhsa (sprich:Buchsa) lässt sich aus dem römischen Buxa, deutsch Buchsbäume, ableiten.

Das daraus entstandene Buchse ergänzte sich dann zu Herzogenbuchsee, als das Dorf 1090 in den Besitz der Herzöge von Zähringen kam. Diese schenkten es teilweise dem Benediktiner-Kloster St.Peter im Schwarzwald samt den kirchlichen Einkünften und denjenigen von Seeberg und Huttwil. Im Jahre 1109 wurde hier eine Probstei als erster Klosterbau im Oberaargau errichtet.

Im Jahre 1218 starb der Letzte der Zähringer. Sein Erbe fiel an die Grafen von Kyburg.

Nach dem Guglerkrieg, 1375, traten die verarmten Kyburger in den Jahren 1406/1407 alle ihre Lehen und damit ihren Anteil am Dorf Herzogenbuchsee der Stadt Bern ab. Es gehörte hinfort zur Landvogtei Wangen und bildete eine eigene Gemeinde. Von den Anrechten des Klosters haben sich die hörigen Bauern und der Staat Bern zur Zeit der Reformation losgekauft. Herzogenbuchsee teilte nun mit Bern alle Leiden und Freuden.

Der Bauernkrieg im Jahre 1653 hat eine schreckliche Bedeutung für das Dorf: 11 Bewohner fanden den Tod und 69 Gebäude, davon 36 Wohnhäuser gingen in Flammen auf.

Dagegen verlor Herzogenbuchsee beim Untergang des alten Bern im Jahre 1798 keinen einzigen Mann.

In den Jahren 1813 und 1814 durchzogen die Alliierten das Dorf und brachten ihm Schaden und andere Beschwer. Verschont von weiteren Heimsuchungen konnte sich Herzogenbuchsee wirtschaftlichen und kulturellen Belangen widmen und sich zu der Gemeinde mit der grössten Einwohnerzahl im Amtsbezirk Wangen entwickeln.

Herzogenbuchsee kann sich über ein weites kulturelles Leben ausweisen. War das Dorf in der Vergangenheit mit Albert Bitzius (Jeremias Gotthelf), Gottfried Keller, Ferdinand Hodler verbunden, so haben vor allem Ulrich Dürrenmatt als Herausgeber der Berner Volkszeitung, Maria Waser, die Dichterin, Paul Born mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten, Marie Sollberger durch die Gründung der Heilstätte Wysshölzli, Amelie Moser als Pionierin auf dem Gebiet der Volkswohlfahrt und der Maler Cuno Amiet, der auf der nahe gelegenen Oschwand lebte, den Namen Herzogenbuchsee und Umgebung in die Welt hinausgetragen. Sie prägten aber auch weitgehend das kulturelle Leben des Dorfes bis in die heutige Zeit hinein.

Oberönz
Als erstes taucht im Jahr 1139 die Ortsbezeich­nung «Oenz», in der betreffenden Urkunde «Oentze»
geschrieben, auf. Am 2. April des er­wähnten Jahres stellte der damalige Papst Innocenz II das Bene-
diktinerkloster Trub unter sei­nen Schutz und Schirm und bestätigte dessen Besitz an Ländereien. Das
Gebiet der beiden Gemeinden Ober- und Niederönz, zumindest aber Teile davon, müssen zu dieser
Zeit dem Kloster Trub angehört haben, denn unter vielen anderen Ortschaften erscheint auch der Ort
«Oentze» im Verzeichnis seiner Besitzungen. Das Dorf Oberönz wird rund
200 Jahre später erstmals erwähnt.

Der damalige Herr des Gemeindegebietes, Graf Eberhart von Kiburg, musste Teile seiner Herrschaft
an den Grafen Rudolf von Neuenburg-Nidau verpfänden. Wie­der unter vielen anderen Ortschaften wird
in diesem Pfandvertrag erstmals in der Geschichte der Ortsname Oberönz, wörtlich «Obernönze», fest-
gehalten. Das Dokument datiert vom 14. November 1356.

Den Namen hat das Dorf von seinem Bach, der Oenz. Während langer Zeit war sie die Lebensader des
Dorfes. Verschiedene Gewerbebetriebe nutzten - und nutzen noch heute - die Wasserkraft der Oenz.
Den Bauern diente das Wasser des Baches einst zur Wässerung der anliegenden Matten. Von Büschen
und Bäumen ge­säumte Graben und Gräblein sind heute noch Zeugen dieser früheren Nutzung.