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News aus dem Gemeinderat 
An der letzten Sitzung hat der Gemeinderat u. a. folgende Geschäfte behandelt

Schule Herzogenbuchsee:
Projektauftrag für neues ICT-Konzept

Der Gemeinderat hat in seiner August-Sitzung die Erarbeitung eines neuen ICT-Konzepts für die Schule Herzogenbuchsee in Auftrag gegeben. ICT steht für «information and communications technology». Beantragt wird das ICT-Konzept von der Bildungskommission. 

Die ICT-Infrastruktur sei in die Jahre gekommen und bedürfe einer Anpassung an die modernen Anforderungen, begründet diese ihren Antrag. Das Ziel sei die Erstellung eines Konzepts, welches alle Schulstandorte in Herzogenbuchsee und Oenz berücksichtigt (inkl. Kindergärten). Über allem steht die Absicht, ICT-Mittel mit einer entsprechenden Infrastruktur in den Unterricht zu integrieren und diesen durch die Nutzung von modernen, digitalen Angeboten zu ergänzen. Geprüft werden soll auch, ob der momentan geltende ICT-Vertrag mit Langenthal weitergeführt werden soll. Dieser läuft nach dem nächsten Schuljahr Ende Juli 2019 aus. 

Der Kickoff für das Projekt erfolgt im September. Vorliegen soll das neue ICT-Konzept bis Ende 2019, so dass es auf das Schuljahr 2020/2021 umgesetzt werden könnte. Projektleiter ist Beat Wermuth, Mitglied der Bildungskommission.

  

Audit: Kinderhut erhält ein „sehr gut“ 

«Das Resultat ist sehr gut, sämtliche Anforderungen sind erfüllt.» Zu diesem Fazit gelangt der Ausschuss für familienergänzende Angebote, welcher im vergangenen Juni ein Audit beim Trägerverein Kinderhut  durchgeführt hat. Institutionen, die von der Gemeinde mit einem Leistungsvertrag ausgestattet sind, werden regelmässig überprüft, ob sie ihren Auftrag und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Den Ausschuss familienergänzende Kinderbetreuung bilden die beiden Gemeinderäte Gabriel Lüchinger (Soziales; SVP) und Hans Moser (Bildung; BDP) sowie Andrea Lüthi (Leiterin Sozialabteilung) und Nick Moret (Leiter Bildungsabteilung). 

Der Trägerverein Kinderhut ist in Herzogenbuchsee und Umgebung für die familienexterne Kinderbetreuung verantwortlich. Der Kinderhut bietet nebst der Kindertagesstätte und der Tagesschule mit Mittagstisch auch die Vermittlung von Tageseltern an. Alles in allem betreut der Kinderhut über 500 Kinder. Der Kinderhut  erbringt seine Dienstleistungen im Rahmen von Leistungsverträgen mit den Gemeinden Herzogenbuchsee und Thunstetten-Bützberg. Der Trägerverein wurde 2003 gegründet und feierte im vergangenen Mai seinen 15. Geburtstag mit einem Jubiläumsfest.

Herzogenbuchsee, 27. August 2018

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Machbarkeitsstudie - Abwasserentsorgung an die EWK Herzogenbuchsee AG auslagern?

Die Gemeinde Herzogenbuchsee will die Machbarkeit für eine Auslagerung der Aufgaben der Abwasserentsorgung an die EWK Herzogenbuchsee AG prüfen. Mit der Auslagerung sollen Doppelspurigkeiten zwischen ARA-Verband und Gemeinde vermieden werden. 

Die Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee prüft, ob es Sinn macht, die Abwasserentsorgung an die EWK Herzogenbuchsee AG auszulagern. Ende Juni hat der Gemeinderat beschlossen, gemeinsam mit dem Verwaltungsrat der EWK eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Den Verbandsgemeinden des ARA-Verbands wird die Gelegenheit geboten, sich an der Machbarkeitsstudie zu beteiligen. Resultate zur Machbarkeit samt Grundsatzentscheid und damit ein entsprechender Projektantrag sollen bis Ende Oktober vorliegen. 

Herzogenbuchsee reagiert damit auf die Absicht des ARA-Verbands Region Herzogenbuchsee, der die betriebsnotwendigen Leitungen und Sonderbauwerke der Gemeinden im Rahmen der Umsetzung des Verbands-GEP (Genereller Entwässerungsplan) übernehmen möchte. Im Falle von Herzogenbuchsee würden so rund ein Drittel bis ein Viertel (je nach Umsetzung GEP Herzogenbuchsee) der heutigen Wiederbeschaffungswerte von 56 Mio. Franken den Eigentümer wechseln – und gleichwohl wäre die Gemeinde für ihr Ortsnetz weiterhin selbst zuständig. Mit anderen Worten: Es entsteht eine zusätzliche Schnittstelle zwischen ARA-Verband und Gemeinde. Aus der Sicht der Gemeinde mache eine Übertragung von Teilen der Abwasseranlagen an den Verband aber nur dann Sinn, wenn dieser erstens in der Lage sei, ein professionelles Infrastrukturmanagement zu gewährleisten und zweitens keine Doppelspurigkeiten geschaffen würden. 

Zusätzliches Geschäftsfeld für EWK

Die Diskussionen über die Umsetzung des Verbands-GEP hätten gezeigt, dass es eine professionelle Organisation zur Sicherstellung des künftigen Betriebs, des Unterhalts sowie der Erweiterung der Verbandsanlagen brauche, wird von Gemeindeseite weiter begründet. Notwendig wäre eine Übertragung der operativen Aufgaben an eine Unternehmung, wie die EWK AG. Diese verfüge bereits über Erfahrungen im Bereich von leitungsgebundenen Ver- und Entsorgungsaufgaben. Zudem würden sich bei zahlreichen Projekten Synergien ergeben. Ausserdem verfüge die EWK bei den Gemeinden in der Subregion über ein gutes Image, womit davon ausgegangen werden könne, dass sie von den ARA-Verbandsgemeinden akzeptiert würde.

Aus diesem Grund will die Gemeinde Herzogenbuchsee aus strategischer Sicht prüfen, der EWK analog der Wasserversorgung auch die gesamte Abwasserentsorgung als neues zusätzliches Geschäftsfeld zu übertragen. Ein solches Vorgehen hätte nach Ansicht des Gemeinderats Signalwirkung für die übrigen Verbandsgemeinden und könnte der EWK kurzfristig weitere Dienstleistungsaufträge sichern. 

Kornhaus
Nachkredit: Umbau Sozialabteilung kostet 60'000 Franken mehr

Der im Dezember 2015 bewilligte Kredit von 140'000 Franken für den Ausbau der Sozialabteilung am ehemaligen Standort der Bibliothek im zweiten Obergeschoss des Kornhauses reicht nicht aus. Mehr Arbeitsplätze sowie der Einbau einer Toilette sorgen für Mehrkosten von 60'000 Franken.  

2014 wurde entschieden, dass nach dem Auszug der Bibliothek das zweite Obergeschoss im Kornhaus für den Ausbau der aus allen Nähten platzenden Sozialabteilung gebraucht wird. Zudem sollen die zwei Arbeitsplätze der AHV-Zweigstelle ebenfalls ins Kornhaus umziehen. Trotz des damals noch fehlenden Standorts für die Bibliothek hatte der Gemeinderat im Dezember 2015 für die Umsetzung eines Grossraumbürokonzepts einen Kredit von 140 000 Franken bewilligt.

Im Herbst 2016 zog die Bibliothek an ihren neuen Standort an der Bernstrasse. Seitdem steht das ganze zweite Obergeschoss leer. Wegen des Wechsels an der Spitze der Sozialabteilung blieb das Projekt sistiert. Seit Ende 2017 ist die Planung jedoch wieder in vollem Gang. Sowohl das Baukonzept als auch die Einrichtung wurden überarbeitet und optimiert. Ziel ist es, den zweiten Stock im Spätsommer 2018 zu beziehen.

Kredit reicht nicht aus
Es hat sich jedoch in der Zwischenzeit herausgestellt, dass der damalige Kredit nicht ausreicht. Begründet werden die Mehrkosten vorab mit der Anzahl Arbeitsplätze: War man im Kreditantrag 2015 noch von neun Arbeitsplätzen ausgegangen, werden nun in der ehemaligen Bibliothek deren elf eingerichtet. Im abgetrennten Raum, im ehemaligen Büro der Bibliothek, wird die AHV-Zweigstelle mit zwei Arbeitsplätzen einziehen. Für die Besprechungen der AHV-Zweigstelle soll zudem der heutige Putzraum umgenutzt werden. Und nicht zuletzt ist im aktuellen Projekt der Einbau einer Toilette vorgesehen. 

Kritisch hinterfragt wurden wie schon beim ursprünglichen Kredit die Kosten für das Büromobiliar. Damit das Mobiliar mit demjenigen aus dem benachbarten Gemeindehaus kompatibel sei, wolle man der bisherigen Linie treu bleiben, wird begründet. Daneben werde bestehendes Mobiliar weiter verwendet. Die Mehrkosten beim Mobiliar ergeben sich neben der höheren Anzahl Arbeitsplätze aufgrund der Tatsache, dass vorläufig auf die Digitalisierung der Klienten-Dossiers verzichtet wird. Entsprechend braucht es zusätzliches Mobiliar zur Aufbewahrung der Dossiers, während man bei der früheren Planung von einem papierlosen Büro ausging. 

Ausbau Dachstock muss warten
Vom ebenfalls diskutierten Ausbau des Dackstocks wird vorerst abgesehen. Dafür wären ursprünglich 46'000 Franken eingestellt gewesen, um welche nun der Kredit gekürzt wurde. Solange man sich hier über das  Nutzungskonzept nicht einig sei, wolle man das Risiko nicht eingehen, dass wegen des Dachgeschosses das ganze Projekt blockiert werde, wird der Verzicht begründet. Und weiter: Der Ausbau der Sozialabteilung ist hingegen unbestritten, und man müsse nun endlich vorwärts machen. 

Unter dem Strich ergeben sich damit Mehrkosten von 60'000 Franken gegenüber dem ursprünglich bewilligten Kredit. Der Gemeinderat stimmte Ende Juni dem gesamten Kredit von jetzt 200'000 Franken zu. Dieser unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Frist läuft bis am 6. August. 

160'000 Franken für ein neues Kommunalfahrzeug 

Anstelle eines neuen Kommunaltraktors soll ein multifunktionaler Geräteträger inklusive Winterdienstausrüstung angeschafft werden. Der dafür bewilligte Kredit von 160'000 Franken unterliegt dem fakultativen Referendum. 

Seit mehr als elf Jahren ist das Kommunalfahrzeug des Werkhofs im Einsatz. Doch das Fahrzeug ist in die Jahre gekommen und für teure Reparaturen anfällig, die in keinem Verhältnis zum damaligen Anschaffungspreis mehr stünden, begründet die Bauabteilung den Antrag für einen Ersatz. Zudem wird beim Einsatz im Winterdienst gegen die Sicherheitsnormen und das Gesetz verstossen. Fazit: Da die ausgestreute Salzmenge nicht sogenannt „wegeabhängig“ ist, ist die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeuges mit Pflug und gesetzeskonformem Aufsatzstreugerät unumgänglich.  

Werkhof-Fuhrpark optimieren
Gekauft werden soll ein multifunktionaler Geräteträger (130'000 Franken) inklusive der benötigten Winterdienstausrüstung (30'000 Franken). Dafür wird entgegen der Investitionsplanung von der Anschaffung eines Kommunaltraktors sowie vom Ersatz des Transporters abgesehen. Auch auf den für 2019 im Investitionsplan vorgesehenen Ersatz des Rasenmähers für 60'000 Franken soll verzichtet und stattdessen im nächsten Jahr ein für den Geräteträger passendes Mähwerk angeschafft werden. Damit müsste man keine komplett neue Maschine anschaffen, welche in der kalten Jahreszeit ungenutzt bliebe, so die Idee. Im 2020 wird dann gemäss Investitionsplan ein neuer Kleintraktor angeschafft. Somit sei ab 2020 der Werkhof-Fuhrpark in allen Jahreszeiten optimal ausgenutzt und die wirtschaftlichste Lösung erreicht, sind die Verantwortlichen überzeugt.

Rechnen wird sich auch die neue Winterausrüstung. Mit ihr wird noch rund die Hälfte der jetzigen Salzmenge verbraucht, was neben dem Einhalten der gesetzlichen Forderung je nach Schneemenge zu einer jährlichen Einsparung von mehreren Tausend Franken führt. Zudem soll versucht werden, das alte Fahrzeug zu verkaufen. 

Fakultatives Referendum
Der Gemeinderat folgte diesen Argumenten und stimmte der Beschaffung des neuen Kommunalfahrzeuges samt der gesetzlich geforderten Winterausrüstung zu. Der Kredit von 160'000 Franken unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Referendumsfrist dauert bis am 6. August. 

Neben dem Kreditbegehren hat der Gemeinderat zudem beschlossen, ein Einsatzkonzept für jedes Kommunalfahrzeug zu erstellen sowie eine Ablöseplanung der einzelnen Fahrzeuge zu erarbeiten. Damit soll verhindert werden, dass wie in der Vergangenheit vielfach geschehen, notwendige Fahrzeuganschaffungen immer wieder verschoben werden. Denn: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht macht dieses Herauszögern keinen Sinn, sind doch die letzten Betriebsstunden eines Kommunalfahrzeuges aufgrund anstehender und nicht verschiebbarer Reparaturen jeweils unverhältnismässig teuer. 

Überprüfung Buslinie 52

Nachbargemeinden wollen keine Aufteilung in einen West- und Ost-Ast
Die Regionale Verkehrskonferenz Oberaargau RVK hat wegen ungenügender Nutzung die Buslinie 52 (Herzogenbuchsee – Thörigen – Bleienbach – Langenthal) auf geänderte Linienführungen hin untersucht. Die Idee, die Linie in einen West- und Ost-Ast zu teilen, stiess auf Widerstand. Die angestrebte Erschliessung der regionalen Hotspots im Buchser «Holz» (Hallenbad, Sporthalle, Schulen, RAZ, Wysshölzli) kann damit vorerst nicht mit der Linie 52 realisiert werden. 

Der Kanton überprüft die von ihm finanzierten Regionallinien periodisch auf ihren Kostendeckungsgrad hin. Dabei ist u.a. klargeworden, dass die Linie 52 von Herzogenbuchsee via Thörigen und Bleienbach nach Langenthal und von dort nach Thunstetten und retour den geforderten Kostendeckungsgrad noch knapp erreicht, aber in ungenügendem Masse nachgefragt wird. Der Ausschuss Regionalen Verkehrskonferenz Oberaargau (RVK) hat dem Planungsbüro metron den Planungsauftrag für die Buslinienführung der Linie 52 sowie die Überprüfung der Buslinien in der Stadt Langenthal erteilt. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe wurden verschiedene Optionen und Varianten eingehend geprüft. 

Variante «Aufteilen»
Eine Option, die im Rahmen der Diskussion der Linienführung der Linie 52 besonders geprüft wurde, war die Variante «Aufteilen» in einen West- (Herzogenbuchsee und Umgebung) und einen Ost-Ast (Langenthal – Thunstetten – Bleienbach). Der Buchser RVK-Vertreter Hans Kapar Schiesser und der Thöriger Gemeinderat Sandro Moret haben, ergänzt durch das Büro metron und die asm, welche die 52er-Busse betreibt, eine Linienführung für einen eventuellen West-Ast ausgearbeitet. 

Vorgesehen war die Erschliessung der regional wichtigen Infrastruktureinrichtungen im «Holz» Buchsi (Schwimmbad, Sporthalle; Schulen, RAZ, Wysshölzli-Klinik, u.a.) sowie in Thörigen das stark gewachsene Quartier «Sandacher» vom Bahnhof Herzogenbuchsee aus via Zürichstrasse und Belzerngässli / SRO-Pflegeheim. Von Thörigen aus wäre der Bus wie bis anhin nach Bettenhausen/Bollodingen gefahren und dann wieder an den Bahnhof Herzogenbuchsee zurückgekehrt. 

Widerstand
Die asm ging davon aus, dass die Linie technisch fahrbar sei und genügend Zeitreserven bestanden hätten. Eine weitere Untervariante mit einer Zusatzschlaufe Oberdorf/Thörigen wurde wegen zu langer Fahrzeit verworfen. Über die Linie 52 «West» hätte man damit eine neue Ortsbedienung in Herzogenbuchsee/Oberdorf erreicht (neue Haltestellen: Belzerngässli / Abzweigung Stelliweg und Sporthalle Mittelholz), die Anbindung von Thörigen verbessert , aber Bleienbach (und weniger wichtig, weil durch die Linie 51 direkter abgedeckt, Langenthal) auf diesem Umweg nicht mehr erreicht.

Hätte und wäre – die Idee einer Aufteilung der Linie in zwei Äste stiess auf Wiederstand der Umgebungsgemeinden, wie ein gemeinsames Treffen Mitte April ergab. Um keinen Konflikt unter den Nachbargemeinden zu provozieren, opponierte Herzogenbuchsee in der RVK in der Folge nicht mehr gegen den Entscheid, auf die Aufteilung der Linie zu verzichten. 

Vorerst keine Erschliessung
Fazit: Die angestrebte Erschliessung der Region «Holz» in Herzogenbuchsee mit Hallenbad/Schwimmbad, Sporthalle, Schulen, RAZ und Wysshölzli-Klinik kann momentan nicht mit der Linie 52 realisiert werden. Immerhin habe man mit der Idee der Aufteilung in einen West- und Ost-Ast deutlich gemacht, dass diese Art der Erschliessung mittelfristig notwendig und nicht nur im Interesse von Herzogenbuchsee, sondern der ganzen Region, ist. Entsprechende Absichten werden auch vom Kanton unterstützt. Im metron-Schlussbericht steht denn auch: Die Aufteilung werde nicht weiter verfolgt, aber «hinsichtlich künftiger Überlegungen in dieser Richtung sind eventuell vertiefte Erhebungen der Nachfrage ins Auge zu fassen».

Herzogenbuchsee, 10. Juli 2018

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Re-Design Webseite und Einführung mobile Sitzungsvorbereitung
Für die Erneuerung der Gemeinde-Internetseite und die Einführung einer mobilen Sitzungsvorbereitung  hat der Gemeinderat einen Rahmenkredit von 80 000 Franken genehmigt.

Die Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee verfügt seit 2001 über einen eigenen Webauftritt – www.herzogenbuchsee.ch. 2006 erfolgte im Rahmen eines ersten Re-Designs der Wechsel auf ein CMS-System, welches aktuell noch in Betrieb ist. Neben der Gemeinde nutzen die Schulen Herzogenbuchsee sowie der Gewerbeverein das gleiche System als eigenständige Mandanten.

Herzogenbuchsee positioniert sich in seiner Strategie 2030 als ländliche Gemeinde – attraktiv sowohl für Familien, Gewerbebetriebe und KMU. Dank des qualitativen und ausgewogenen inneren Wachstums wird Buchsi immer mehr zum regionalen Zentrum mit städtischem Flair. Mit dem Re-Design von www.herzogenbuchsee.ch soll will die Gemeinde die Gelegenheit nutzen, die Strategie sichtbarer zu machen und den Wohn- und Arbeitsort Herzogenbuchsee optimal zu positionieren und zu vermarkten.

System ist veraltet
Neben dem nicht mehr zeitgemässen Layout ist ein weiterer Grund für ein Re-Design das System selber. Hinsichtlich der zunehmend digitalen Abwicklung von Kundenprozessen, die sich auch im Umfeld der Gemeindeverwaltung mehr und mehr durchsetzt, wird die heutige Lösung nicht mehr einsetzbar sein. Gefragt ist ein Tool, das mit einer entsprechenden Schnittstelle direkt mit der Geschäftsverwaltungssoftware der Gemeindeverwaltung übereinstimmt. Aufgrund der strengen Vorgaben im Bereich Datenschutz und der sicheren Abwicklung von internetbasierten Kundenprozessen drängt sich die Beschaffung eines am Markt etablierten, auf die Bedürfnisse von Gemeinden speziell zugeschnittenen Systems auf.

Aus Sicht der Anwender, sprich der Bürger, soll eine übersichtliche Gestaltung mit einfachen, kundenfreundlichen Tools und der Aufbau eines modernen Online-Schalters (e-Goverment) im Vordergrund stehen. Zur Unterstützung des Ortsmarketings soll die Gemeinde als attraktiver, lebendiger Wohnort und Energiestadt sichtbar sein. Ebenfalls soll der Einsatz von Social Media möglich sein. Und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, dass neben der Gemeinde zwei bis drei weitere Mandanten mit eigenen URL's geführt werden können – denkbar wären Institutionen wie die Schule Herzogenbuchsee, der Gewerbeverein oder die Feuerwehr, etc.).

Mobile Sitzungsvorbereitung
Bei der Gemeindeverwaltung steht die elektronische Geschäftsfallverwaltung CMIAXIOMA erfolgreich im Einsatz. Das Programm soll nun um ein Modul erweitert werden. Damit erhalten die Rats- und Kommissionsmitglieder die Möglichkeit, ihre Sitzungen mobil vorzubereiten, was sowohl die Verwaltung, vor allem aber auch die Behördenmitglieder bei der Sitzungsvorbereitung in zeitlicher Hinsicht entlastet.

Für das Re-Design der in die Jahre gekommen Homepage bewilligte der Gemeinderat einen Rahmenkredit von 80 000 Franken – 65 000 Franken für das eigentliche Re-Design; 15 000 Franken für das Sitzungsvorbereitungsmodul. Nicht darin enthalten ist die Umstellung der Schule Herzogenbuchsee. Hier müsse später ein separater Kredit bewilligt werden, wie der Gemeinderat anmerkt. Die Schule könne zwar ihre Seite unabhängig von der Gemeindeverwaltung noch weiter betreiben, sie sollte aber zwingend das gleiche CMS-System einsetzen wie die Gemeindeverwaltung.

Schwierig ist der Vergleich der eingeholten Offerten. Insgesamt wurden drei auf Gemeindewebseiten spezialisierte Anbieter für eine Richt-Offerte angefragt. Weil die einzelnen Angebote nicht eins zu eins verglichen werden können, der Auftrag aber im sogenannten „freihändigen Verfahren“ vergeben werden darf, ist ein Nachverhandeln der Preise möglich. Die drei Anbieter werden nun nochmals eingeladen, ihre Angebote einem Ausschuss zu präsentieren und anschliessend ihre Offerten zu aktualisieren. Ebenfalls geprüft wird eine Mietlösung.

99 500 Franken für Instandstellung Abwasserleitung Reitplatz – Reckenberg
Gemäss Baubewilligung musste der Reitverein sein neu erstelltes Clubhaus auf dem Reitplatz Waldäcker an die bestehende Abwasserleitung entlang des Waldes anschliessen. Diese führt das Pumpwasser aus dem Clubhaus des FC Herzogenbuchsee. Beim Anschlusspunkt wechselt die Pumpleitung in ein sogenanntes „Freispiegelgefälle“. TV Aufnahmen zeigten nun, dass sich die Leitung ab da in einem sehr schlechten Zustand befindet. Auch entspricht die Leitungsführung und Überdeckung nicht der Gesetzgebung und muss angepasst werden. Berücksichtig wird auch, dass weitere Nutzer angeschlossen werden (Standplatz für Fahrende, etc.) und die dadurch höheren anfallenden Abwassermengen bewältig werden können. Für die Instandstellung der Abwasserleitung genehmigte der Gemeinderat einen Kredit von 99 500 Franken. Die Investition wird zu Lasten der Abwasserrechnung finanziert. 

Schlachtviehkommission: Peter Flückiger für Simon Rytz 
Simon Rytz hat am 5. Februar nach 20 Jahren seinen Rücktritt aus der Schlachtviehkommission bekanntgegeben. Seither war dieser Sitz vakant. Nun wurde mit Peter Flückiger ein Ersatz gefunden. Dieser wurde Ende Mai vom Gemeinderat rückwirkend per 1. April für den Rest der Amtsdauer bis am 31. Dezember 2021 gewählt. 

Spezialunterricht: Vereinbarung mit Langenthal 
Seit Schuljahr 2010/11 gibt es in Herzogenbuchsee keine Kleinklassen mehr. Seither erfolgt der Spezialunterricht im Rahmen eines gemeinsame Projektes Integrative Schulung für die Schulen Herzogenbuchsee, Thunstetten – Bützberg, Aare-Süd und Bettenhausen – Ochlenberg – Thörigen. Daneben gibt es Intensiv-Angebote für die gesamte Region Oberaargau. Neu zugezogene fremdsprachige Schülerinnen und Schüler besuchen beispielsweise vorerst für einen Deutsch-Intensivkurs (Deutsch als Zweitsprache DaZ) rund 10 Wochen den Unterricht in einer Spezialklasse in Langen­thal, bevor sie dann in die Klassen vor Ort integriert werden. Ein ähnliches Intensivangebot besteht am Gymnasium Langenthal zur Förderung ausserordentlich begabter Kinder (FaB). Sie besuchen ihren Spezialunterricht an einem Halbtag in Langenthal.

Bis Sommer 2012 wurden die Gehaltskosten durch den Kanton gedeckt. Seither werden diese den Schulstandortgemeinden in Rechnung gestellt, dafür aber den Gemeinden Beiträge ausgestellt. Alle Gehaltskostenbeiträge für den Spezialunterricht werden somit Herzogenbuchsee verrechnet – Herzogenbuchsee verrechnet diese anteilsmässig weiter. Das funktioniert auch in entgegengesetzter Richtung: Für die DaZ- und FaB-Angebote in Langenthal wurde ein Verrechnungsschlüssel und somit eine Vereinbarung erarbeitet, damit  die Gemeinde Langenthal ihre Gehaltskosten rückvergütet bekommt. In der Regel werden die Lektionen für den Spezialunterricht alle vier Jahre neu berechnet. So auch auf das Schuljahr 2018/19, weshalb der Gemeinderat nun auf Antrag der Bildungskommission der Erneuerung der beiden Verträge DaZ und FaB mit der Stadt Langenthal zugestimmt hat.

Arbeitslosenprojekte: KIA-Jahresplatz für zwei Jahre
Es gibt zwei Arten von Beschäftigungsprogrammen: Beschäftigungs- und Integrationsangebote (BIAS), welche der Kanton über strategische Partner zur Verfügung stellt. Im Oberaargau ist der Verein maxi.mumm dieser Anbieter, im Emmental die Stiftung intact. Die Angebote werden vom Kanton gesteuert und die Finanzierung läuft über den Lastenausgleich Soziales. Zusätzlich steht es den Gemeinden frei, weitere niederschwellige Arbeitsplätze selber anzubieten (z.B. im eigenen Werkhof) oder bei Dritten einzukaufen. Sowohl der Verein maxi.mumm als auch die Stiftung intact bieten solche KIA-Plätze (Kommunale Integrationsangebote) an. Der Gemeindeanteil kann nicht über den Lastenausgleich Soziales abgerechnet werden.

Bei den Angeboten herrscht eine gewisse Durchlässigkeit. Das bedeutet, Sozialdienste können ihre Klienten auch ausserhalb der eigenen Region zuweisen. Wobei, wie sich herausgestellt hatte, ein Ungleichgewicht besteht, indem mehr Personen aus dem Oberaargau in der Region Emmental zugewiesen werden, als umgekehrt. Entsprechend ist die Stiftung intact nicht mehr bereit, Klientinnen und Klienten ohne entsprechende Finanzierung aufzunehmen.

In der Regel weist die Sozialabteilung Herzogenbuchsee ihre Klientinnen und Klienten dem Verein maxi.mumm zu. In einigen Fällen macht es aber Sinn, die Leute in die Stiftung intact zu vermitteln. Nebst der geografischen Nähe sprechen auch die unterschiedlichen Angebote dafür. Die Stiftung bietet beispielsweise gut geeignete Arbeitsplätze für Frauen (u.a. Nähatelier, Keramikwerkstatt) und stundenweise Spontaneinsätze bei Suchtpatienten an. Im laufenden Jahr konnte die Stiftung intact ihr KIA-Angebot erhöhen und bietet der Gemeinde Herzogenbuchsee an, Plätze einzukaufen. Aufgrund der starken Nachfrage würde die Sozialabteilung einen Jahresplatz begrüssen, könnten damit doch je nach Einsatzdauer und Pensum zwei bis vier Personen beschäftigt werden.

Die Bruttokosten für einen KIA-Platz bei der Stiftung intact betragen 19 589 Franken pro Jahr. Der Kanton leistet einen Beitrag 6 460 Franken. Ein Jahresarbeitsplatz kostet die Gemeinden demnach unter dem Strich 13 129 Franken, wobei der Platz für zwei Jahre über den Arbeitslosenfürsorgefonds finanziert werden kann. Danach müssten die Kosten über die Gemeinderechnung getragen werden. Der Gemeinderat ist dem Antrag der Sozialkommission gefolgt und bewilligte den Jahresplatz für die nächsten zwei Jahre. Die Weiterführung nach Ablauf der zwei Jahren zu Lasten der Gemeinderechnung wird dann neu beurteilt.

Herzogenbuchsee, 11. Juni 2018

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Strassen auf Schadstoffgehalt untersuchen – Kredit von 40'000 Franken
Ältere Strassen weisen mehr Schadstoffe auf. Weil die Grenzwerte demnächst verschärft werden und die Entsorgung dadurch teurer werden wird, will die Gemeinde den Zustand der Gemeindestrassen abklären und die Investitionsplanung entsprechend anpassen. Für die Untersuchung hat der Gemeinderat einen Kredit von 40'000 Franken bewilligt.

Aufgrund der Tatsache, dass im Kanton Bern in früherer Zeit Teer oder teerhaltige Bindemittel für Strassenbeläge eingesetzt worden sind, fallen heute bei Strassensanierungen grosse Mengen an PAK-haltigem (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) Schollenasphalt oder Belagsfräsgut an. Dieses Material wird sortenrein getrennt und in Abfallbehandlungsanlagen zu Asphaltgranulat zur Wiederverwendung aufbereitet. Heute muss nur stark PAK-haltiger Ausbauasphalt als Sonderabfall thermisch entsorgt werden. Das ändert ab 2026: Ab dann gelten massiv schärfere Grenzwerte, womit die Menge der zu entsorgenden Asphalt-Abfälle zunehmen wird. Das Problem dabei: In der Schweiz gibt es zum heutigen Zeitpunkt keine entsprechenden thermischen Anlagen, was zu Folge hat, dass der Ausbauasphalt teuer im Ausland beseitigt werden muss.

Die Bauabteilung hat reagiert und ein Konzept erarbeitet, welches vorsieht, alle Gemeindestrassen, die wegen ihres Alters und Zustandes einen wahrscheinlich höheren PAK-Gehalt aufweisen, zu untersuchen. Aufgrund der Resultate  soll die Investitionsplanung angepasst werden. Sprich die Strassen mit einem hohen PAK-Gehalt müssen für eine Sanierung vorgezogen werden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der EWK Herzogenbuchsee AG. „Nur so können Kosten reduziert und Ressourcen geschont werden“, begründet die Bauabteilung ihren Lösungsvorschlag.

Für die Durchführung der Untersuchung bewilligte der Gemeinderat einen Kredit von 40'000 Franken. Damit beauftragt wurde das Labor imp Bautest AG. Auf der Bauabteilung geht man davon aus, dass in Herzogenbuchsee rund 50 Strassenzüge betroffen sind und daher vorgängig saniert werden müssen. Geschieht dies nicht rechtzeitig, müsste mit rund 10 mal höheren Kosten gerechnet werden. 

 

Schiessplatz Moosrain – Nachkredit von 17'600 Franken für 8 Scheiben
Die Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee soll sich am Ersatz der veralteten Scheiben beteiligen.  Ein entsprechendes, von der Schützengesellschaft Herzogenbuchsee im vergangenen August eingereichtes Gesuch beantragte einen Beitrag von 20'000 Franken für 10 Scheiben. Abklärungen haben nun aber ergeben, dass schon 8 Scheiben genügen, um das obligatorische Schiessen sicherzustellen. Vor dem Hintergrund, dass nur in das absolut Notwendige investiert werden sollte, folgte der Gemeinderat dem Antrag der Baukommission, die Beteiligung an 10 Scheiben abzulehnen und stattdessen einen Nachkredit von 17'600 Franken für 8 Scheiben
(8 Messscheiben à 2000 Franken plus 10 Prozent Reserve) zu bewilligen.

 

Einbürgerungen
Auf Antrag der Einbürgerungskommission hat der Gemeinderat im April die Einbürgerungsgesuche von Bleon Rahimi, Furkan Kaya, Robin Grice sowie von Familie Puls – Marc, Tina, Sebastian und Maximilian – positiv beurteilt. Sie erhalten damit das Gemeindebürgerrecht zugesichert; dies unter Vorbehalt der Zustimmung durch Kanton und Bund.

Herzogenbuchsee, 4. Mai 2018

 

 

 

 

Schule Herzogenbuchsee:

Projektauftrag für neues ICT-Konzept

 

Der Gemeinderat hat in seiner August-Sitzung die Erarbeitung eines neuen ICT-Konzepts für die Schule Herzogenbuchsee in Auftrag gegeben. ICT steht für «information and communications technology». Beantragt wird das ICT-Konzept von der Bildungskommission.

 

Die ICT-Infrastruktur sei in die Jahre gekommen und bedürfe einer Anpassung an die modernen Anforderungen, begründet diese ihren Antrag. Das Ziel sei die Erstellung eines Konzepts, welches alle Schulstandorte in Herzogenbuchsee und Oenz berücksichtigt (inkl. Kindergärten). Über allem steht die Absicht, ICT-Mittel mit einer entsprechenden Infrastruktur in den Unterricht zu integrieren und diesen durch die Nutzung von modernen, digitalen Angeboten zu ergänzen. Geprüft werden soll auch, ob der momentan geltende ICT-Vertrag mit Langenthal weitergeführt werden soll. Dieser läuft nach dem nächsten Schuljahr Ende Juli 2019 aus.

 

Der Kickoff für das Projekt erfolgt im September. Vorliegen soll das neue ICT-Konzept bis Ende 2019, so dass es auf das Schuljahr 2020/2021 umgesetzt werden könnte. Projektleiter ist Beat Wermuth, Mitglied der Bildungskommission.

 

 

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Audit: Kinderhut erhält ein „sehr gut“

 

«Das Resultat ist sehr gut, sämtliche Anforderungen sind erfüllt.» Zu diesem Fazit gelangt der Ausschuss für familienergänzende Angebote, welcher im vergangenen Juni ein Audit beim Trägerverein Kinderhut  durchgeführt hat. Institutionen, die von der Gemeinde mit einem Leistungsvertrag ausgestattet sind, werden regelmässig überprüft, ob sie ihren Auftrag und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Den Ausschuss familienergänzende Kinderbetreuung bilden die beiden Gemeinderäte Gabriel Lüchinger (Soziales; SVP) und Hans Moser (Bildung; BDP) sowie Andrea Lüthi (Leiterin Sozialabteilung) und Nick Moret (Leiter Bildungsabteilung).

 

Der Trägerverein Kinderhut ist in Herzogenbuchsee und Umgebung für die familienexterne Kinderbetreuung verantwortlich. Der Kinderhut bietet nebst der Kindertagesstätte und der Tagesschule mit Mittagstisch auch die Vermittlung von Tageseltern an. Alles in allem betreut der Kinderhut über 500 Kinder. Der Kinderhut  erbringt seine Dienstleistungen im Rahmen von Leistungsverträgen mit den Gemeinden Herzogenbuchsee und Thunstetten-Bützberg. Der Trägerverein wurde 2003 gegründet und feierte im vergangenen Mai seinen 15. Geburtstag mit einem Jubiläumsfest.