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News aus dem Gemeinderat 
An der letzten Sitzung hat der Gemeinderat u. a. folgende Geschäfte behandelt

Bibliothek: 50 000 Franken für Einführung RFID

Die Gemeindebibliothek ist vom Kornhaus an die Bernstrasse umgezogen. Dort wird künftig für die elektronische Ausleihe ein sogenanntes RFID-System betrieben. An seiner ersten Sitzung im neuen Jahr hat der Gemeinderat beschlossen, sich mit einem Beitrag von 50 000 Franken zu beteiligen.

Die RFID-Technik (engl. radio frequency identification; RFID bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen) gehöre heute zum Standard neuer Bibliotheken, begründete die Stiftung ihren eingereichten Kostenvoranschlag. In Herzogenbuchsee ist vorgesehen, dass die Kundinnen und Kunden ihre bezogenen Medien bei der Ausleihe selber verbuchen – das Rückbuchen geschieht durch die Bibliothekarinnen. Die Vorteile: Die Bibliothekarinnen können in der gleichen Zeit einen höheren Kundenandrang bewältigen, weil sie aber die Rückbuchung persönlich vornehmen, bleibt der Kundenkontakt bestehen. Eine weitere Folge: Die Öffnungszeiten der Bibliothek können bei gleichem Personalbestand erweitert werden, was nach Erfahrung anderer Bibliotheken die Nachfrage weiter erhöht. Buchsi hat in einer ersten Phase die Öffnungszeiten von 17,5 auf 19 Stunden erhöht; diesen Winter wurden – als bernische Premiere – die Öffnungszeiten sogar auf 22 Stunden erhöht. Im Jahresmittel ergibt das rund 20 Stunden. Nicht zuletzt bietet RFID eine effiziente Diebstahlsicherung.

Die finanziellen Auswirkungen könnten nur schwer beziffert werden, wie es weiter heisst. Grundsätzlich rechnet sich eine RFID-Anlage. Dem Wartungsaufwand stehen weniger Ausfälle wegen Diebstahl gegenüber. Weil die Gemeindebibliothek Herzogenbuchsee aber die Arbeitszeitersparnis in längere Öffnungszeiten und damit in eine weitere Attraktivitätssteigerung umsetzt, erhöhen sich unter dem Strich die Jahreskosten um rund 1000 Franken. 

166 200 Franken für neue Wischmaschine

Die Wischmaschine des Buchser Werkhofs ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Eine neue Wischmaschine kostet gemäss Offerte 166 200 Franken. Die zwingend notwendige Revision würde demgegenüber 45 600 Franken kosten, wobei man aufgrund des Alters der Maschine von weiteren grösseren Reparaturen in nächster Zeit ausgehen müsse. Entsprechend sei eine Revision wirtschaftlich nicht tragbar und es mache Sinn, eine neue Wischmaschine anzuschaffen, begründet die zuständige Baukommission die Neuanschaffung. Nicht zuletzt sei ein Ersatz unumgänglich, weil die Betriebssicherheit (Ölunfall) nicht mehr gegeben sei und Probleme mit der Versicherung entstehen könnten. Der Gemeinderat ist an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr dieser Argumentation gefolgt und bewilligte für den Ersatz der Wischmaschine einen Kredit von brutto 166 200 Franken. Dieser unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Frist dafür läuft bis am 6. März. 

ÜO Biblis I bereit für Vorprüfung

Der Gemeinderat hat die Unterlagen zur Überbauungsordnung ÜO Biblis I zur Kenntnis genommen und zu Handen der Vorprüfung beim Kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) verabschiedet. Die ÜO Biblis I regelt die Überbauung der im Zuge der Ortsplanungsrevision ausgeschiedenen und aufgezonten Zone mit Planungspflicht ZPP K Biblis 1 im Wanzwilfeld südwestlich des Bibliswegs. Neben zwei privaten Eigentümern hat die Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee dort im vergangenen Sommer 2620 Quadratmeter Bauland der Firma Halter AG (Bern) für total 1,074 Mio. Franken verkauft. Dem Landverkauf hatte die Gemeindeversammlung im Dezember 2015 zugestimmt. Auf dem gesamten Areal ist eine Überbauung mit rund 160 Wohnungen geplant.  

Tempo-30-Zonen „Nord“ und „Ost“: Verzögerung wegen Beschwerde

Die Massnahmen zur Verbesserung der Situation in den Tempo-30-Zonen „Nord“ und „Ost“ sind beschlossen. Neben den Verbesserungen der Zoneneinfahrten gilt künftig ein LKW-Fahrverbot mit Zubringerdienst. Verzichtet wurde dagegen auf das ursprünglich vorgesehene generelle Parkverbot (wir berichteten). Gegen die nach einer Vernehmlassung im vergangenen Herbst publizierte Genehmigung der Tempo-30-Massnahmen ging in der Folge eine Beschwerde ein. Konkret geht es um eine Haus-Ausfahrt im Gebiet Zubacker, wo das vorgesehene Parkverbot verlängert werden muss, damit die Hin- und Wegfahrt der Anwohner jederzeit gewährleistet ist. Eine entsprechende Stellungnahme geht nun zurück an das Regierungsstatthalteramt. Dieses entscheidet anschliessend über die hängige Beschwerde.

Energiestadt: Genehmigung Aktivitätenprogramm

Das Energiestadt-Leitorgan hat an seiner ersten Sitzung nach dem erfolgten Reaudit Ende 2016 das Aktivitätenprogramm 2017– 2020 besprochen und mit der Energiestadtberaterin im Detail definiert. Das Ziel ist nach wie vor ambitiös: Bis zum nächsten Reaudit in vier Jahren soll sich Herzogenbuchsee nochmals steigern und so das jetzt noch knapp verpasste Energiestadt Gold-Label erreichen, wozu weitere energiepolitische Anstrengungen nötig sein werden. Das Erreichen des Gold-Labels ist Teil der Massnahmen aus dem Energierichtplan und soll denn auch in die nächsten Legislaturziele 2018 – 2021 aufgenommen werden. Ein Ziel, hinter dem auch der Gemeinderat steht. Entsprechend genehmigte er das Aktivitätenprogramm 2017 – 2020.

Daneben beschloss der Gemeinderat auch eine Neu-Zusammensetzung des Energiestadt-Leitorgans, welches unter dem Vorsitz der Bauabteilung für die operative Umsetzung des Aktivitätenprogramms zuständig ist. Neben Veränderungen aufgrund der Reorganisation der Bauabteilung werden neu auch die Abteilungsleiter Bildung und Alter/Soziales im Gremium Einsitz nehmen. Geprüft soll zudem werden, ob auch ein Vertreter der Burger-gemeinde dem Leitorgan angehören soll, damit künftig auch der Bereich Wald/Holzwirtschaft vertreten sein wird. 

Kreditabrechnungen:

Doppelkindergarten Oberönz: Für die Planung des Doppelkindergartens Oberönz genehmigte die Gemeindeversammlung im Dezember 2013 einen Planungskredit von 400 000 Franken. Gemäss der nun vorliegenden Abrechnung betrugen die Gesamtkosten 394 080 Franken, was einer Kreditunterschreitung von 5920 Franken entspricht.

Rückbau öffentliches WC Bernstrasse: Etwas grösser fällt im Verhältnis die Kostenabweichung für den Rückbau der öffentlichen WC-Anlage an der Bernstrasse 5 aus. Statt den im Dezember 2014 bewilligten Kosten von 38 000 Franken kostete der Rückbau schliesslich bloss 21 088 Franken, was einer Kostenunterschreitung von 44,5 Prozent entspricht.

Herzogenbuchsee, 07.02.2017

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SRF Donschtig-Jass
Möglicherweise wird nächsten Sommer eine der beliebten Donschtig-Jass-Sendungen aus Herzogenbuchsee übertragen. Der Gemeinderat hat anfangs Dezember einen vorsorglichen Grundsatzentscheid gefällt und ein provisorisches Budget, respektive einen Kredit von 20 000 Franken verabschiedet. Eine Sendung aus Herzogenbuchsee wäre aus Marketingsicht „sehr interessant“ begründet der Gemeinderat seine Haltung. 

Die Einwohnergemeinde Buchsi wurde vom Fernsehen SRF aufgrund einer Bewerbung einer Buchser Bürgerin angefragt, ob man gegen Signau um die Austragung der beliebten Sommersendung jassen möchte. Die Jasserinnen und Jasser aus Herzogenbuchsee, die vorher an einem Ausscheidungsturnier ermittelt werden (Datum noch offen), würden am Donnerstag, 3. August 2017 in Buochs/NW oder Dallenwil/NW zum Jassduell gegen Signau antreten. Gewinnt Herzogenbuchsee findet die Sendung am Donnerstag, 10. August 2017 im Buchser Gemeindepark statt. Sollte man gegen die Emmentaler den Kürzeren ziehen, gibt es noch eine zweite Chance: Die beiden besten Verlierer-Gemeinden (am wenigsten Differenzpunkte) jassen in der letzten Sendung des Sommers am 17. August 2017 um die Austragung der ersten Sendung 2018. Diese ist für Donnerstag, 5. Juli 2018 vorgesehen. 

Erneuerung Grabenstrasse: Baumeisterarbeiten vergeben
Die sich in schlechtem Zustand befindende Grabenstrasse wird ab nächstem Jahr saniert. Dafür genehmigte die Gemeindeversammlung am 15. Juni 2016 zwei Kredite – 1,7 Mio. Franken für die eigentliche Strassensanierung sowie 1,5 Mio. Franken für die Erneuerung der Kanalisation, welche mehrere Kapazitätsengpässe aufweist. Gleichzeitig beabsichtigt die EWK Herzogenbuchsee AG, die bestehenden Werkleitungen zu ersetzten.

Inzwischen ist die Planung fortgeschritten. So haben im Auftrag der Einwohnergemeinde die W+H Ingenieure AG in Koordination mit der EWK die Ausschreibungsunterlagen für die Tiefbauarbeiten erstellt und das Beschaffungsverfahren im sogenannt „offenen“ Verfahren durchgeführt. Einziges  Zuschlagskriterium war der Preis, wobei die günstigste Offerte von der H+T Bau AG, Herzogenbuchsee, für einen Betrag von 1,630 Mio. Franken eingereicht wurde. Die effektiven Kosten zulasten der Gemeinde betragen dabei netto 1,401 Mio,. Franken, der EWK-Anteil beläuft sich auf 240 000 Franken. Interessant ist die Preisspanne der insgesamt sechs eingegangenen Angebote, reichen diese doch von 1, 6 Mio. bis knapp 2,4 Mio. Franken.

Herzogenbuchsee, 14.12.2016