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News aus dem Gemeinderat 
An der letzten Sitzung hat der Gemeinderat u. a. folgende Geschäfte behandelt

Unfall Unterstrasse / Bitziusstrasse
Erste Massnahmen – Tempo 30 soll geprüft werden

Nach dem tragischen Verkehrsunfall mit einem Toten bei der Kreuzung Unterstrasse/
Bitziusstrasse wurde der Ruf nach Massnahmen laut. Der Gemeinderat liess nun die Situation überprüfen und hat erste Massnahmen beschlossen.

Der Unfall ereignete sich Mitte Dezember auf der Kreuzung Unterstrasse/Bitziusstrasse. Nach der Kollision mit einem Lastwagen kam für einen 16-Jährigen Velofahrer leider jede Hilfe zu spät. In der Folge wurde der Ruf  nach Massnahmen laut. Auch der Gemeinderat hat reagiert und eine Überprüfung der Situation bei der Firma Kontexplan in Auftrag gegeben. Ein erster Bericht liegt nun vor und wurde nach einem Augenschein zusammen mit den Gemeindeverantwortlichen nochmals ergänzt.

Heute gilt auf der Unterstrasse Tempo 50. Aufgrund der gradlinigen Verkehrsführung erscheint dies nach Auffassung von Kontextplan „sehr verkehrsorientiert“. Sie wird zudem von Lastwangen und Sattelzügen als Umfahrung des Sonnenplatzes genutzt. Generell 50 gilt ebenfalls auf der Bitziusstrasse. Diese ist als Einbahn ab Unterstrasse in Richtung Fabrikstrasse signalisiert und darf nur für Velos/Mofas in der Gegenrichtung befahren werden. Auf der Unterstrasse sind nördlich und südlich des Knotens zwei Parkierungspakete mit jeweils drei Parkfeldern angeordnet. Diese dienen aufgrund der Geradlinigkeit der Strasse neben dem ruhenden Verkehr auch der Verkehrsberuhigung. So viel zum Ist-Zustand.

Sichtfelder ungenügend
Die Überprüfung der Sichtweiten bei den Fussgängerstreifen ergab, dass die nach Norm benötigten minimalen und maximalen Sichtfelder nicht eingehalten werden. Vor allem die Parkfelder versperren die Sicht. Zusammengefasst bestehen am Knoten folgende Defizite: Zum einen ist die Sicht von den Einmündungen auf den motorisierten vortrittsberechtigten Verkehr ungenügend; und ebenfalls ungenügend ist die Sicht auf die zwei Fussgängerstreifen auf der Unterstrasse bzw. auf jeweils einen Wartebereich für den Verkehr auf der Unterstrasse. Hingegen entsprechen die Einsichtswinkel von der Einmündung Bitziusstrasse in die Unterstrasse für Velo- und Mofafahrer den geltenden Normen.

Das Fazit daraus: Wird die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h beibehalten, bleibt als Massnahme einzig die Versetzung, und dort, wo das nicht möglich ist, die Aufhebung der Parkfelder auf der Unterstrasse. 

Tempo 30 für mehr Sicherheit
Anders bei Tempo 30. Dann könnten fünf von sechs Parkfeldern beibehalten werden und gleichzeitig könnte die Parkierung auf der Unterstrasse weiterhin der Verkehrsberuhigung dienen. Es besteht deshalb die Idee, im Bereich der Kindertagesstätte in der Oberstrasse bis zum Knoten Unterstrasse/Bitziusstrasse Tempo 30 zu signalisieren, was die Verkehrssicherheit auf dem gesamten Abschnitt für  alle Verkehrsteilnehmer erhöhen würde. Es besteht auch die Option, den Knoten Mittelstrasse/Unterstrasse miteinzubeziehen, da bei diesem Knoten die Sichtverhältnisse ebenfalls nicht optimal sind. Weitere denkbare Massnahmen sind geschwindigkeitsreduzierende Elemente oder bauliche Massnahmen gegen zu hohe Geschwindigkeiten des Veloverkehrs aus der Bitziusstrasse sowie die Markierung eines Stopps an beiden Einmündungen (analog zum benachbarten Knoten Unterstrasse/Bahnhofstrasse).

Gemäss Beschluss des Gemeinderats sollen nun in einem ersten Schritt auf der Unterstrasse Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden. Weil vermutet wird, dass der motorisierte Verkehr bei Nichtbelegung der Parkfelder schneller fährt, werden zusätzliche Auswertungen bezüglich der Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Belegung der Parkfelder vorgeschlagen.

Sofortmassnahme: Parkverbot
In einem zweiten Schritt soll ein Projekt für eine Streckensignalisation Tempo 30 erstellt und zusammen mit dem Kurzgutachten dem Kanton zur Genehmigung vorgelegt werden. Im Rahmen der Erarbeitung  des Projektes sollen auch die bestehenden Vortrittsregelungen an den Knoten überprüft und allfällige zusätzliche Massnahmen betreffend des Veloverkehrs in der Bitziusstrasse erarbeitet werden. Für die Erhebung der Verkehrsdaten durch Kontextplan sowie das Projekt Streckensignalisation T30 genehmigte der Gemeinderat einen Nachkredit von 16 000 Franken. 

Als Sofortmassnahme wurde beschlossen, auf der Unterstrasse vor der „Mobiliar“ zwei Parkfelder und auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein Parkfeld zu sperren. Das Parkverbot gilt ab sofort – solange auf der Unterstrasse mit Tempo 50 gefahren werden darf.

 

Personalverordnung:
Teilrevision 

Die Personalverordnung beinhaltet die Ausführungsbestimmungen zum Personalreglement und wurde auf den 1. Juli 2014 in Kraft gesetzt. Aufgrund der Ausgliederung des Frei- und Hallenbades in die AquArenA Sport- + Wellness AG muss die Verordnung nun einer 1. Teilrevision unterzogen werden.  Daneben erfolgen Anpassungen wegen der veränderten Öffnungszeiten der Verwaltung (Freitag Schalterschluss 16 Uhr) und der neuen Vorsorgelösung (Stiftung Abendrot) sowie Präzisierungen der Absenzenregelungen (Arztbesuche) und der Beteiligung der Gemeinde an Ausbildungskosten.

Ebenfalls überprüft wurden der Anpassungsbedarf aufgrund der zwischenzeitlichen Änderungen des übergeordneten kantonalen Personalrechts sowie der durch das kantonale Personalamt per 1. Januar 2019 neu publizierten Richtpositionsumschreibung, der u.a. die Stellenzuordnung zu den Gehaltsklassen zugrunde liegt. Nicht zuletzt sollen im Bereich Soziales, aufgrund der nicht mehr gegebenen Konkurrenzfähigkeit im aktuellen Arbeitsmarkt, die Sozialarbeitenden eine Gehaltsklasse höher eingestuft werden.

 

Jahresziele 2019
Gemeinderat legt die Jahresziele fest 

Der Gemeinderat hat die Jahresziele für 2019 verabschiedet – dies in Einklang mit der «Strategie 2030» und den Legislaturzielen. Nachstehend die wichtigsten Jahresziele im Überblick.

Der Buchser Gemeinderat hat die Jahresziele 2019 verabschiedet. Sie wurden an der Gemeinderats-sitzung Mitte März auf Antrag der zuständigen Kommissionen und Verwaltungsabteilungen genehmigt. Diese haben in Abstimmung mit der «Strategie 2030» und den Legislaturzielen die Jahresziele wie folgt festgelegt:

Präsidialabteilung: Hier steht an erster Stelle die Gemeindeentwicklung im Bahnhofquartier. Entsprechend soll das Masterplanverfahren abgeschlossen und das Umzonungsverfahren Areal Bahnhof West eingeleitet werden. Auch soll der Kreditantrag für das Projekt Verlängerung Personenunterführung

Bahnhof in diesem Jahr vor die Gemeindeversammlung gebracht werden. Bereits auf gutem Wege ist man beim Ziel «Einführung lokales ÖV-Angebot», nimmt doch das Ortsbus-Projekt EBuxi Ende April seinen Betrieb auf. Weitere Ziele sind die Überprüfung der Eigentümerstrategie der EWK AG sowie das Redesign der Gemeinde-Webseite www.herzogenbuchsee.ch.

Die Kulturkommission will die Kulturförderung weiterführen und allenfalls ausbauen. Unter anderem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit in Zukunft wenigstens einmal im Jahr wieder ein Zirkus in Herzogenbuchsee gastiert. Im Bereich Sport will man den Anlass «buchsi.bewegt» überprüfen und versuchen, den Anlass vor allem in der Badi zu organisieren, was gleichzeitig auch dem Frei- und Hallenbad zu einer Attraktivitätssteigerung verhelfen soll.

Bau: Im 2019 geht es wie in den Vorjahren um die Umsetzung der Legislaturziele, welche im Zusammenhang mit der Umsetzung der Ortsplanung getroffen wurden; sprich die Planung des Bahnhofareals und der angrenzenden Strassenzüge. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Umsiedlung des Feuerwehrmagazines vom Kalberweidli ins «Chappelifeld» vorzubereiten. Weiter soll im 2019 die Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf neue, sparsamere LED-Leuchten abgeschlossen werden. Der entsprechende Kredit wurde küzlich bewilligt. Die weiteren Bau-Ziele betreffen die Infrastruktur und orientieren sich am Investitionsprogramm.

Bildung: Im Bereich Bildung soll ein Konzept zur Einführung von Schulsozialarbeit ausgearbeitet und der dafür nötige Ressourcenbedarf geklärt werden. Weitere Ziele sind die Weiterarbeit an der Schulraumplanung, die Erstellung des ICT-Projektes, eine verstärkte Elternzusammenarbeit und schliesslich soll der Projektstart für die Entwicklung eines Leitbildes für die gesamten Schulen von Herzogenbuchsee erfolgen.

Finanzen: Die Finanzkommission will ein Budget 2020, welches keine Steuererhöhung enthält und gegenüber dem aktuellen Finanzplan mit einem wesentlich tieferen Verlust in der Grössenordnung von maximal 0,5 Mio. Franken abschliesst. Ein weiteres Thema ist für die Finanzkommission die Mitarbeit beim Entwickeln der Finanzstrategie zur längerfristigen Steuerung des Finanzhaushaltes.

Soziales: Erarbeitung eines Spielplatzkonzeptes – dieses Jahresziel entspricht dem Leglisaturziel «Attraktivierung der Aussenräume sowie der Begegnungs- und Spielplätze». Die stärkere Siedlungsentwicklung nach innen führt zu veränderten Bedürfnissen im öffentlichen Raum. Im Rahmen eines Projektes sollen deshalb unter Federführung der Sozialkommission die künftigen Anforderungen an den Aussenraum und die Begegnungs- und Spielplätze geklärt und, wo nötig, Massnahmen definiert werden. Für die Umsetzung des überarbeiteten Altersleitbilds Oberaargau West wurde Pro Senectute zur Unterstützung ins Boot geholt. Schliesslich will die Sozialkommission Im Bereich Migration / Integration den Bedarf an Frühförderungsmassnahmen erheben und die verschiedenen Angebote überprüfen.

Der Sozialabteilung ihrerseits geht es aufgrund des neuen Raumkonzepts im Kornhaus um die Optimierung der Arbeitsbedingungen und die Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeitenden. Auch unter  diesen neuen Rahmenbedingungen soll die Qualität der Klientenarbeit erhalten werden. Last but not least sollen Massnahmen zur Verbesserung, beziehungsweise zur Erhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit erarbeitet und umgesetzt werden, damit die heute hohe Personalfluktuation reduziert werden kann.

 

Sozialintegration
57 000 Franken für Spielplatzkonzept

Mitte März bewilligte der Gemeinderat einen Kredit von 57 000 Franken für die Erarbeitung eines «Gesamtkonzeptes Spielplätze». Verantwortlich für das Konzept ist die Sozialabteilung, resp. eine Projektgruppe unter der Leitung von Hans Wyssmann.

In den Legislaturzielen 2018 –2021 ist u.a. im Themenbereich «Sozialintegration» festgehalten, dass «künftige Anforderungen im öffentlichen Raum in den Bereichen Aussenräume sowie Begegnungs- und Spielplätze» zu klären sind. Es sei ein entsprechendes Projekt zu lancieren. Verantwortlich für die Konzeption ist die Sozialabteilung, für die Umsetzung die Bauabteilung. Im vergangenen November wurde eine Projektgruppe eingesetzt. Geleitet wird diese von Hans Wyssmann.

Gleichzeitig mit dem Kredit wurde auch die externe Begleitung an die Fachstelle SpielRaum, Bern, vergeben. Die Mitarbeitenden von SpielRaum seien fachlich sehr breit abgestützt und verfügten über  ein grosses Netzwerk. Es handle sich um eine Organisation im Kanton Bern, die teilweise subventionierte Tarife anbietet. Es fanden bereits erste persönliche Kontakte mit der Fachstelle statt, und die Gemeinde konnte in der Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Spielplatz im Park (vgl. unten) schon positive Erfahrungen machen, begründete die Projektgruppe ihren Antrag für die Vergabe.

Ein Anliegen bei der Ausarbeitung des Konzeptes wird die Partizipation der Bevölkerung sein. Nicht ins Projekt miteinbezogen werden allerdings die privaten Spielplätze. Hier handelt es sich um ein baupolizeiliches Geschäft, und die Gemeinde kann bei privaten Spielplätzen nur wenig Einfluss nehmen.

«Mikado»-Spielgerät im Park wird rege genutzt

Für den Spielplatz im Park konnte eine Übergangslösung gefunden werden. Das Spielgeräte wurde teilweise zurück gebaut und aus den Resten ein begehbares «Mikado» stehen gelassen, welches nicht höher als ein Meter ist. Das neue Spielgerät wird schon rege benutzt. Für die Ausführung bewilligte der Gemeinderat einen Nachkredit von 7 000 Franken (wir berichteten).

 

Gefahrenkarte:
Nachkredit von 24 000 Franken

Im Rahmen der hydrologischen Betrachtung im Gesamteinzugsgebiet der Önz wurde festgestellt, dass bei den bestehenden Grundlagen betreffend Altache und am Stouffebach Überarbeitungsbedarf besteht. In den bestehenden Gefahrenkarten werden teilweise Hochwasserabflüsse und Szenarien kombiniert, welche auf sehr unterschiedlichen Grundlagen basieren und nur ungenau ermittelt wurden.

Die Emch+Berger AG Bern wird nun beauftragt, eine erneute hydrologische Studie im gesamten Einzugsgebiet der Altache (inkl. Stouffebach) zu erstellen, welche als Basis für künftige Projekte und Vorhaben verwendet werden kann. Diese Ergebnisse wiederum sollen auf dem Gebiet der Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee in die Überarbeitung der Gefahrenkarte, im Bereich der Önz bzw. der UeO Dorfkern Oberönz, einfliessen.

Für die Studie kann mit Subventionen in der Höhe von 90 Prozent gerechnet werden. Die verbleibenden Restkosten von ca. 2 500 Franken werden unter den Gemeinden Thörigen, Bettenhausen, Bleienbach und Herzogenbuchsee je zu einem Viertel aufgeteilt. Weil die Subventionen beim Kanton erst nach dem Abschluss der Arbeiten gefordert werden kann, bewilligte der Gemeinderat gemäss dem in solchen Fällen geltenden Bruttoprinzip einen Nachkredit von total 24 000 Franken.

 

Kornhaus:
54 500 Franken für Innenfassade Erdgeschoss

Der Putz im unteren Teil des Kornhaus-Gebäudes weist an mehreren Stellen massive Schäden auf. Das Mauerwerk weist einen sehr hohen Feuchtigkeitsgrad und starke Belastungen durch Salze auf; die eingeschlossene Feuchtigkeit verunmöglicht das «Atmen» der Mauer. Eine Sanierung ist dringend notwendig, um einen weiteren Feuchtigkeitsanstieg im Mauerwerk und somit das Ausbreiten der Schäden zu stoppen. Für erste Massnahmen hat der Gemeinderat nun einem entsprechenden Teilkredit in der Höhe von 54 500 Franken zugestimmt. Das weitere Vorgehen berät die Baukommission im April.

Herzogenbuchsee, 28. März 2019

***

 

Gemeindehaus
30 000 Franken für Fassadensanierung

Im kommenden Sommer werden im Gemeindehaus an der Bernstrasse im Zuge der Lärmsanierung durch den Kanton die Fenster ersetzt. Diese Gelegenheit will man von Gemeindeseite nutzen, die Fassade teilweise zu sanieren. Diese befindet sich insbesondere auf Strassenseite in einem schlechten Zustand und muss dringend ausgebessert werden. Zum Teil können mit blossen Fingern Löcher in die Fassade gestossen werden; auch brechen Sicherheits-Verbauungen (Streben vor den Fenstern) aus.

Die Beschädigungen sind auf die Strasse zurück zu führen, wobei die Regen-Feuchte sowie die Taumittel im Winter die Schäden verursachen. Daneben unterliegt der weiche Kalksandstein einem natürlichen Zerfall und muss in regelmässigen Abständen ausgebessert werden. Letztmals wurde dies 2008 gemacht. Auch werden zusätzliche Ausbesserungsarbeiten nach dem Ersatz der Fenster nötig sein. Für die Arbeiten bewilligte der Gemeinderat nun einen Kredit von 30 000 Franken. Dabei wird mit Subventionen von 30 Prozent gerechnet – ein entsprechender Subventionsantrag wurde bei der kantonalen Denkmalpflege gestellt.

 

Neubau Feuerwehrmagazin:
Planungsvertrag mit Feuerwehrverband

Feuerwehrverband und Gemeinderat favorisieren als neuen Standort für das Feuerwehrmagazin der Feuerwehr Buchsi-Oenz das «Chappelifeld» am östlichen Dorf-Eingang zwischen Friedhof und Zürichstrasse-Kreisel. Vor allem einsatztechnische Gründe sprachen für die Wahl dieses Standortes, wurde im Juni 2018 die Öffentlichkeit informiert. Der Nachteil: Für den Neubau wird Kulturland benötigt, welches zuerst umgezont werden muss.
Entsprechend muss die Machbarkeit nachgewiesen werden, wofür ein Planungsverfahren nötig ist.

Im Zusammenhang mit dem Umzonungsverfahren erklärte sich die Einwohnergemeinde bereit, die Planungsgrundlagen für eine Erstbeurteilung beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) einzureichen. Dies ist im September 2018 geschehen. Das AGR hat in der Folge die Recht- und Zweckmässigkeit einer Einzonung im Chappelifeld» positiv beurteilt und festgestellt, dass die betroffene Furchtfolgefläche nicht kompensiert werden müsste. Begründet wird die Haltung der kantonalen Behörden unter anderem damit, dass der Neubau eines Feuerwehrmagazins einem ausreichenden öffentlichen Interesse von regionaler Bedeutung entspricht.

Planerlassverfahren einleiten
Aufgrund der positiven Beurteilung der Neueinzonung durch das AGR konnte in einem nächsten Schritt das Planerlassverfahren eingeleitet werden. Den entsprechenden Planungsvertrag zwischen der Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee und dem Feuerwehrverband Buchsi-Oenz genehmigte der Gemeinderat Ende Februar. Aktuell wird von Kosten von rund 35 000 Franken ausgegangen. Diese werden von der Gemeinde getragen und dem Feuerwehrverband in Rechnung gestellt. Verrechnet werden ebenfalls die internen Kosten der Verwaltung.

In einem nächsten Schritt muss jetzt als Grundlage für das Einzonungsgesuch vom Feuerwehrverband ein Vorprojekt erarbeitet werden. Kommt es zur Umzonung, muss diese durch die Gemeindeversammlung genehmigt werden. Im Idealfall ist dies noch in diesem Jahr der Fall. Der Bezug des neuen Magazins wäre so im Idealfall im Jahr 2021 möglich.

Schneller am Einsatzort
Nötig wird der Neubau des Feuerwehrmagazins aufgrund der Tatsache, dass die Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee am jetzigen Standort im «Chalberweidli» ihren Werkhof an einem Standort konzentrieren will. Aber auch einsatztechnische Gründe – das  Nadelöhr Sonnenkreuzung entfällt, die nicht optimale Zu- und Wegfahrt innerhalb der Tempo-30-Zone im Wohngebiet, die Mehrfachnutzung des Areals (Werkhof, Militär, Viehmarkt) sowie die Nähe zu den Haupteinsatzgebieten und damit eine Verkürzung der Einsatzzeiten –  sprechen gegen das «Chalberweidli», respektive für den Neubau im «Chappelifeld».

 

Sanierung Abwasserleitung Reitplatz-Reckenberg
Kredit reicht nicht aus

Gemäss Baubewilligung musste der Reitverein sein neu erstelltes Clubhaus auf dem Reitplatz Waldäcker an die bestehende Abwasserleitung entlang des Unterwaldes anschliessen. Diese führt u.a. auch das Pumpwasser aus dem FCH-Clubhaus und künftig des Standplatzes für Fahrende sowie der östlich daran angrenzenden Liegenschaft. Weil die Leitung einen hohen Sanierungsbedarf aufweist und die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt, bewilligte der Gemeinderat im Mai vor einem Jahr für die Instandstellung der Abwasserleitung einen Kredit von 99 500 Franken zu Lasten der Abwasserrechnung.

Fakultatives Referendum

Wie die nun durchgeführte Submission zeigt, reicht dieses Geld bei weitem nicht. Ging der dem
Kreditantrag zugrunde liegende Kostenvoranschlag noch von einem Gesamtaufwand von knapp
100 000 Franken aus, liegt das günstigste Angebot aus dem Submissionsverfahren um 31 000 Franken über dem Kostenvoranschlag. Entsprechend musste nun der Gemeinderat den Kredit erhöhen und den neuen Kredit von total 133 500 Franken bewilligen, womit der Kreditbeschluss neu dem fakultativen Referendum untersteht. Die Referendumsfrist läuft am 15. April ab.   

 

Kreisel Belzerengässli
80 000 Franken für Sanierung Einmündung Seemattstrasse

Diesen Frühling, ab April 2019 saniert der Kanton den Kreisel am Knoten Belzerengässli /
Zürichstrasse. Die Gesamtkosten für den Bau der Betonplatten belaufen sich gemäss Auskunft der kantonalen Behörden auf total 710 000 Franken. Die Gemeinde will die Gelegenheit nutzen und gleichzeitig die Einmündung der Seemattstrasse in den Kreisel sanieren. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 80 000 Franken. Darin sind u.a. Böschungssicherungsmassnahmen enthalten. Auch sei die Fundation in einem schlechten Zustand und müsse allenfalls ausgetauscht werden.

Erst für’s Investitionsprogramm 2021 relevant
Dem entsprechenden Verpflichtungskredit hat der Gemeinderat zugestimmt. Der Kanton ist nach Intervention der Gemeinde eine Vereinbarung eingegangen, welche vorsieht, die anteiligen Gemeindekosten erst im Jahr 2021 in Rechnung zu stellen. Somit wird die Investition im Investitionsprogramm 2021 berücksichtigt und finanziert.

Daneben hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Einwohnergemeinde auch künftig den Kreiselschmuck unterhält. Neu geht das Land jedoch ins Eigentum des Kantons über, womit eigentlich dieser den Kreisel-Unterhalt übernehmen müsste. Von Seiten Kanton sei aber lediglich eine Magerwiese mit zwei bis drei Schnitten pro Jahr geplant, weshalb die Gemeinde weiterhin die Kreisel selber bepflanzen und schmücken solle, so die Empfehlung der zuständigen Baukommission, am bestehenden Konzept festzuhalten.

Verkehrsbehinderungen
Während der Bauzeit ab April 2019 wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Während die Zürichstrasse mehr oder weniger offen bleibt, werden die Zufahrten von und ins Belzerengässli sowie Richtung Graben / Industrie Heimenhausenfeld teilweise oder ganz gesperrt. Die Bauarbeiten dauern zweieinhalb Monate und werden in zwei Phasen ausgeführt.

 

Strassenbeleuchtung / Kredit für vierte Etappe freigegeben

Im Dezember 2015 bewilligte die Gemeindeversammlung einen Rahmenkredit von 800 000 Franken für eine energieeffizientere Strassenbeleuchtung. Nachdem im 2016 alle nicht mehr gesetzeskonformen 125-Watt Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL) und im Jahr 2017 weitere HQ-Lampen durch moderne LED-Leuchten ersetzt wurden, liegt nun die Kreditabrechnung für die anfangs 2018 bewilligte dritte Etappe vor. Wie schon bei den beiden vorhergehenden Tranchen kam es zu einer
Kreditunterschreitung. Statt der bewilligten 150 000 Franken kostete der Ersatz der Strassenlampen im 2018 gemäss der Kreditabrechnung effektiv 121 750 Franken. Grund für die Kreditunterschreitung sei die Tatsache, dass weniger Sicherungselemente benötigt wurden, als ursprünglich in der Offerte vorgesehen waren, und sich die Kandelaber in einem besseren Allgemeinzustand befanden und so weniger ausgetauscht werden mussten, heisst es dazu in der Abrechnung.

Letzte Tranche
Der Gemeinderat hat Ende Februar die Abrechnung genehmigt und für 2019 die letzte Kredit-Tranche von 150 000 Franken freigegeben. Nach Abschluss dieser Etappe voraussichtlich bis Ende 2019
werden in Herzogenbuchsee sämtliche bisher mit HQ-Leuchten ausgestattete Strassenzüge auf LED-Leuchten umgestellt sein, wobei mit effektiven Kosten von total rund 500 000 Franken gerechnet wird. Durch das Umrüsten der Strassenbeleuchtung auf LED lassen sich in Herzogenbuchsee jährlich Stromkosten von rund 30 000 Franken sparen.

 

Einwohnergemeinde Herzogenbuchsee / Vereinsbeiträge
39'700 Franken für die Buchser Vereine

Die Vereine tragen Wesentliches zur Lebensqualität in einer Gemeinde bei. Jeweils jährlich können die Buchser Vereine deshalb als Wertschätzung ein Gesuch für die Vereinsunterstützung seitens der Einwohnergemeinde einreichen. Im Budget für das laufende Jahr sind dafür 40'000 Franken vorgesehen. Mittlerweile liegen die Zahlen vor und es ist bekannt, welcher Verein wie viel erhält. Der Gemeinderat hat Ende Februar von der Verteilung Kenntnis genommen und der Ausschüttung von
insgesamt 39'700 Franken zugestimmt.

28 Vereine erhalten Geld
Bis zum Ablauf der Eingabefrist Ende Juni des Vorjahres sind insgesamt 30 Gesuche eingegangen. Im Vergleich zum Vorjahr verzichteten vier Vereine auf eine Eingabe, einer reichte das Gesuch zu spät ein und einer kam neu dazu. Für die aktuelle Auszahlung kommen damit unter dem Strich 28 Vereine in den Genuss eines Beitrags durch die Einwohnergemeinde. Die Bandbreite reicht dabei von 240
Franken bis 6340 Franken. In acht Fällen erfährt der Gemeindebeitrag eine Kürzung, da dieser gemäss den geltenden Richtlinien auf maximal 10 Prozent des Vereinsbudgets limitiert ist.

Gemeinde-Geld erhalten Vereine, welche die in den Richtlinien für die Vereinsunterstützung definierten Grundkriterien erfüllen. Sie profitieren von einem einheitlichen Sockelbeitrag. Je nach Aktivität, öffentlicher Verankerung oder dem Grad der angebotenen Jugendförderung, wird dieser durch variable Beiträge ergänzt. Künftig werden Vereine zusätzlich belohnt, welche nachweisen können, dass sie aktiv Personen aus dem Asylbereich in ihrer Tätigkeiten integrieren. Dieser Ergänzung der seit 2011 geltenden Richtlinien für Vereinsbeiträge hat der Gemeinderat anfangs dieses Jahres zugestimmt (wir berichteten). Kein zusätzliches Geld von der Einwohnergemeinde gibt es für Vereine und Institutionen, welche schon anderweitig – zum Beispiel im Rahmen einer Leistungsvereinbarung – unterstützt werden.

 

Projekt „Zirkus Kriminale“
Unterstützung von der Einwohnergemeinde Buchsi

Der Gemeinderat beschloss, dass Musical-Projekt „Zirkus Kriminale“ mit 15 000 Franken zu unterstützen.

Für November 2019 planen die Buchser Schulen und die Musikgesellschaft Herzogenbuchsee gemeinsam ein grosses musikalisches Projekt: Mit über 250 Schülerinnen und Schülern wird in der Sporthalle Mittelholz das Musical «Zirkus Kriminale» aufgeführt. Aus Sicht der Schule handelt es sich um ein aussergewöhnliches Projekt mit grosser Ausstrahlung, welches für alle Beteiligten, aber auch für alle Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem besonderen und nachhaltigen Kulturerlebnis werden soll.

Es steht ausser Frage, dass die Durchführung eines derartigen Projekts kostenintensiv ist. Neben Sponsorengeldern ist man daher auf die finanzielle Hilfe der Gemeinde angewiesen. Im vom Buchser Gemeinderat bewilligten Betrag von 15 000 Franken sind u.a. 2'520 Franken für die Miete der Sporthalle enthalten. Auf die Übernahme einer Defizitgarantie wurde dagegen bewusst verzichtet. Auch wollen die Organisatoren die Gemeinde Niederönz um einen zusätzlichen Beitrag im Verhältnis der Schülerzahlen anfragen.

Herzogenbuchsee, 26. März 2019